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WM 2026 Die 23. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft
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WM-Turnier Saturday, May 23, 2026

FIFA wegen "exorbitanter" WM-Ticketpreise verklagt: FSE und Euroconsumers reichen EU-Beschwerde ein, Kategorie-3-Finalticket für 143.750 Dollar inseriert

Football Supporters Europe und Euroconsumers haben bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen die Ticketpreise zur WM 2026 eingereicht. Das günstigste Finalticket kostet 4.000 Dollar, das Siebenfache des entsprechenden Tickets in Katar 2022, und ein Kategorie-3-Sitz für das Endspiel tauchte auf FIFAs offizieller Resale-Plattform für 143.750 Dollar auf, dem 41-fachen Nennwert. Gianni Infantino verteidigt das Modell als dynamische Preisbildung, die den Fußball in 150 Ländern finanziere. Die Beschwerde zielt auch auf fehlende Transparenz und "künstliche Dringlichkeit".

von
Tournament Desk
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F ootball Supporters Europe (FSE) und Euroconsumers haben bei der Europäischen Kommission eine Beschwerde gegen die Ticketpreise zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 eingereicht. Beide Organisationen argumentieren, dass die Preisstruktur für die Spiele in Mexiko, den USA und Kanada gewöhnliche Fans aussperrt und die FIFA ihre marktbeherrschende Stellung ausnutze, um die Preise ungehemmt steigen zu lassen. FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigt die Preisbildung als Folge der hohen Nachfrage.

Die zentralen Zahlen

Laut Cadena SER kostet kein Ticket für das Finale am 19. Juli in New Jersey weniger als 4.000 Dollar, das Siebenfache des günstigsten Finaltickets in Katar 2022. Zum Vergleich: Das günstigste Finalticket der letzten EM kostete rund 100 Dollar. Auf FIFAs eigener Resale-Plattform spitzt sich die Lage zu: Ein Kategorie-3-Sitz für das Finale war für 143.750 Dollar gelistet, 41-mal seinem Nennwert von 3.450 Dollar. Für die Gruppenphase öffnete die FIFA ein begrenztes Kontingent von 60-Dollar-Einstiegstickets, das laut FSE praktisch nicht aufzufinden ist, während manche Gruppenspiele bereits über 400 Dollar liegen. Das günstigste Ticket für Kolumbien gegen Portugal in der Gruppenphase liegt aktuell bei rund 9 Millionen kolumbianischen Pesos, etwa 2.430 Dollar.

Was die Beschwerde verlangt

Die FSE-Euroconsumers-Beschwerde zielt auf drei Punkte. Erstens: exorbitante Preise im Vergleich zu früheren Weltmeisterschaften und jedem vergleichbaren Großereignis. Zweitens: fehlende Transparenz darüber, wie die Preise auf der offiziellen Plattform gesetzt und angepasst werden. Drittens: Die FIFA habe im Kaufprozess "künstliche Dringlichkeit" erzeugt, die Fans zu schnellen Käufen zu erhöhten Preisen treibt. Euroconsumers, eine private Organisation mit etwa sechs Millionen vertretenen europäischen Verbrauchern, schließt sich der FSE im Vorwurf des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung an.

Infantino: "dynamische Preisgestaltung"

Infantino hat das Thema als Angebot-und-Nachfrage-Frage gerahmt. Er verwies auf "dynamic pricing", ein Modell, das bei großen Sport-Events in den USA Standard ist und Preise an die Live-Nachfrage anpasst. Er argumentierte zudem, dass die Ticketerlöse FIFA-Programme in über 150 Mitgliedsverbänden finanzieren, sodass hohe Preise in den USA als Beitrag zur Fussballentwicklung anderswo zu lesen seien.

Die Konsultationsanfrage vom Dezember

Die FSE hatte die FIFA bereits im Dezember zu einer Konsultation aufgerufen, mit dem Ziel "einer Lösung, die Tradition, Universalität und kulturelle Reichweite der WM respektiert". Daraus wurde kein Treffen. Die Beschwerde bei der Europäischen Kommission ist der nächste Eskalationsschritt und wird neben dem breiteren Euroconsumers-Verfahren zum Verbraucherschutz eingereicht.

Was sich ändern könnte

Eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission beginnt mit einer Vorprüfung über mehrere Monate und würde die WM 2026 nicht direkt betreffen. Eventuelle Maßnahmen kämen erst für den nächsten Zyklus. Dennoch fällt eine europäische Kartellbeschwerde wenige Wochen vor Anpfiff für die öffentliche FIFA-Botschaft denkbar ungünstig, mit Eröffnung am 11. Juni.

Quellen: Cadena SER / FSE / Euroconsumers, 23. Mai 2026.

– Tournament Desk