Deschamps nominiert Frankreichs 26er-Kader für die WM: Mbappé Kapitän, Olise und Cherki dabei
Didier Deschamps hat den endgültigen 26er-Kader Frankreichs für die WM 2026 bekannt gegeben. Kylian Mbappé bleibt Kapitän einer Equipe, die auf ein 4-3-3 ausgerichtet ist und drei Torhüter, neun Verteidiger, fünf Mittelfeldspieler und neun Offensivspieler umfasst. Michael Olise, Rayan Cherki und Désiré Doué halten ihre Plätze in einer ungewöhnlich breit besetzten Angriffsabteilung.
F rankreichs Trainer Didier Deschamps hat am Donnerstagabend seinen endgültigen 26er-Kader für die WM 2026 vorgestellt. Die Liste bestätigt Kylian Mbappé als Kapitän und ist mit drei Torhütern, neun Verteidigern, fünf Mittelfeldspielern und neun Offensivkräften strukturiert, der gleichen Verteilung, die Deschamps schon im März-Länderspielfenster nutzte und auch im nordamerikanischen Sommer beibehalten will, der für Les Bleus mit dem ersten Gruppenspiel Mitte Juni beginnt.
Im Tor hat Deschamps Mike Maignan, Brice Samba und Robin Risser nominiert. In der Abwehr setzt er auf die Arsenal-Liverpool-Achse William Saliba und Ibrahima Konaté und bietet mit Dayot Upamecano und Maxence Lacroix alternative Innenverteidigungspaare an. Jules Koundé und Malo Gusto decken die rechte Seite ab, Théo Hernández und Lucas Digne sind links gesetzt, und Lucas Hernández bleibt als dritter Linksverteidiger an Bord.
Das Mittelfeld kommt mit fünf Spielern besonders schlank daher. N'Golo Kanté kehrt als erfahrener Abräumer zurück, an seiner Seite stehen Aurélien Tchouaméni und Manu Koné als Box-to-Box-Profile. Adrien Rabiot bleibt nach einer starken Klubsaison Stammbestandteil, und der 20-jährige Warren Zaïre-Emery ist der jüngste Mittelfeldakteur auf der Liste. Deschamps hat im Zentrum bewusst nicht groß rotiert und vertraut auf das gleiche Quintett, das schon die Qualifikation und die Frühjahrstests bestritten hat.
Großzügig zeigt sich Deschamps in der Offensive. Mbappé führt einen neunköpfigen Angriff an, zu dem auch Ousmane Dembélé, Marcus Thuram, Bradley Barcola und Crystal-Palace-Stürmer Jean-Philippe Mateta gehören, dazu die nächste Generation mit Michael Olise, Rayan Cherki, Désiré Doué und Monaco-Profi Maghnès Akliouche. Vor allem die Nominierung Cherkis gibt Deschamps das linke kreative Profil, das der Mannschaft bei den jüngsten Turnieren gefehlt hatte.
Frankreich nutzt das Fenster Ende Mai und Anfang Juni für die Lehrgangsphase und Testspiele, bevor es nach Nordamerika geht. Die Breite des Angriffs und Maignans klare Nummer-eins-Rolle im Tor machen das Gerüst weitgehend stabil, der eigentliche Konkurrenzkampf konzentriert sich auf die Außenstürmerrollen, in denen Olise, Cherki und Doué bereits in der Gruppenphase die etablierten Hierarchien angreifen dürften.