Argentinien nominiert 55-Mann-Vorläufigkader für die WM: ohne Dybala, mit Messi
Titelverteidiger Argentinien hat eine vorläufige Liste mit 55 Spielern bei der FIFA eingereicht. Der Kader von Lionel Scaloni umfasst sechs Torhüter, 18 Verteidiger, 15 Mittelfeldspieler und 16 Stürmer. Größter Ausfall ist Roma-Stürmer Paulo Dybala. In Gruppe J trifft die Albiceleste auf Algerien, Österreich und Jordanien.
A rgentinien, amtierender Weltmeister, hat einen vorläufigen 55-Mann-Kader für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 nominiert, das laut FIFA-Reglement zulässige Maximum. Der argentinische Verband AFA übermittelte die Liste fristgerecht vor dem 11. Mai an die FIFA, das Trainerteam um Lionel Scaloni machte die Namen am Mittwoch öffentlich. Der endgültige 26-Mann-Kader muss bis zum 1. Juni stehen und wird von der FIFA am 2. Juni offiziell bestätigt.
Bemerkenswertester Ausfall im Pool ist Paulo Dybala. Der Stürmer der AS Rom ist seit dem Ende des Zyklus nach Katar nicht mehr für die Nationalmannschaft nominiert worden. Alle weiteren tragenden Säulen des Weltmeisterteams von 2022 stehen auf der Liste, angeführt von Kapitän Lionel Messi sowie Lautaro Martínez, Julián Álvarez, Rodrigo De Paul, Enzo Fernández, Alexis Mac Allister, Cristian Romero, Nicolás Otamendi und Torhüter Emiliano Martínez.
Scaloni hat den vollen 55-Mann-Rahmen genutzt, um sich auf allen Positionen Optionen offenzuhalten. Die sechs Torhüter sind Emiliano Martínez, Gerónimo Rulli, Juan Musso, Walter Benítez, Facundo Cambeses und Santiago Beltrán. In der 18 Spieler starken Abwehr verbindet Scaloni Routine mit Otamendi, Cristian Romero, Lisandro Martínez, Tagliafico und Acuña und gibt jüngeren Profilen wie Zaid Romero, Lautaro Di Lollo und Facundo Medina eine Bühne. Das 15 Mann starke Mittelfeld reicht von De Paul, Enzo Fernández, Mac Allister und Paredes bis zu Valentín Barco und Milton Delgado.
Die größte Variabilität lässt sich Scaloni in der Offensive. Neben Messi, Álvarez, Lautaro Martínez und Garnacho stehen aufstrebende Namen wie Franco Mastantuono, Claudio Echeverri, Gianluca Prestianni, Nico Paz und Matías Soulé sowie Thiago Almada und José Manuel López auf der Liste. Die Breite des Aufgebots spiegelt die Tiefe wider, die Scaloni seit dem Triumph in Katar aufgebaut hat, und gibt ihm Spielraum, in der finalen 26 zwischen Turniererfahrung und der nächsten Generation auszubalancieren.
Argentinien steht in Gruppe J des auf 48 Teams erweiterten Turniers und trifft dort auf Algerien, Österreich und Jordanien. Der Weg zur Titelverteidigung führt über die für 2026 neu eingeführte K.o.-Runde der 32, dann das Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und das Endspiel am 19. Juli im MetLife Stadium. Argentinien gewann die WM 2022 in Doha im Elfmeterschießen gegen Frankreich nach einem 3-3 nach Verlängerung und holte damit den dritten WM-Titel nach 1978 und 1986.